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Umfang und Art der Dokumentation
70 Jahre nach Ende des letzten Krieges erfahren die letzten großen Landesbefestigungen in Europa erstes Interesse der professionellen Archäologie. Frankreich ist hier derzeit führend. So werden derzeit die Landungsstrände der Invasion von 1944 von Berufsarchäologen auch hinsichtlich der Atlantikwallbauten untersucht.
In Deutschland bleibt dies vorerst im Wesentlichen noch den Nebenberufsforschern vorbehalten.
Die ehemalige Arbeitszone des Festungspionierstabes 19 erstreckte sich auf über 230 Quadratkilometer.
Neben den 4 B-Werken, 22 Schartenturmständen, 472 diversen Regelbauten, teilweise modifiziert, sind eine bisher noch nicht quantifizierbare Anzahl von feldmäßigen Anlagen zu verzeichnen. Hierzu gehören unter anderem Kabelbrunnen, Schützengräben, Schützenmulden, offene Infanteriestellungen, Pionierboxen, Barackenfundamente, Panzersperren und vieles mehr. Von den ehemaligen ständigen Anlagen sind rund 80 % zerstört, davon über 60 % übererdet oder völlig beseitigt.
Die Arge West versucht nun eine möglichst umfassende Aufbereitung aller Installationen der ehemaligen Festungszone des Festungspionierstabes 19. Im Zuge dieser feldmäßigen Erhebung erhalten alle untersuchten Anlagen folgende in der Örtlichkeit markierte Bezeichnung:
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