Bunker mit Spaten

Militärbauruinenforschung und Festungsarchäologie

-MBRF-

Archäologische Untersuchungen & Dokumentation

 

Die ASF hat die gesamte bauarchäologische und kriegsarchäologische Feldarbeit und Dokumentation der Westwallforschung dem Büro für Militärbauruinenforschung -MBRF-übertragen. Dieses schuf daraufhin die Arbeitsgemeinschaft West (Arge West), ein Arbeitsteam, das für derartige Projekte spezialisiert ist und jederzeit gerne Interessenten zur Mitarbeit und Führungen einlädt.

Informationen hierzu: Jürgen Kraft, E-Mail:  jkraft@nettmail.de

 

Umfang und Art der Dokumentation

 

70 Jahre nach Ende des letzten Krieges erfahren die letzten großen Landesbefestigungen in Europa erstes Interesse der professionellen Archäologie. Frankreich ist hier derzeit führend. So werden derzeit die Landungsstrände der Invasion von 1944 von Berufsarchäologen auch hinsichtlich der Atlantikwallbauten untersucht.

In Deutschland bleibt dies vorerst im Wesentlichen noch den Nebenberufsforschern vorbehalten.

Die ehemalige Arbeitszone des Festungspionierstabes 19 erstreckte sich auf über 230 Quadratkilometer.

Neben den 4 B-Werken, 22 Schartenturmständen, 472 diversen Regelbauten, teilweise modifiziert, sind eine bisher noch nicht quantifizierbare Anzahl von feldmäßigen Anlagen zu verzeichnen. Hierzu gehören unter anderem Kabelbrunnen, Schützengräben, Schützenmulden, offene Infanteriestellungen, Pionierboxen, Barackenfundamente, Panzersperren und vieles mehr. Von den ehemaligen ständigen Anlagen sind rund 80 % zerstört, davon über 60 % übererdet oder völlig beseitigt.

Die Arge West versucht nun eine möglichst umfassende Aufbereitung aller Installationen der  ehemaligen Festungszone des Festungspionierstabes 19. Im Zuge   dieser feldmäßigen Erhebung erhalten alle untersuchten Anlagen folgende in der Örtlichkeit markierte Bezeichnung:

 

OBJEKT DER BAUARCHÄOLOGIE

Arbeitsnr. 19/n…………

www.asfev.eu/MBRF

Bei Angabe der Arbeitsnummer können die aktuellen Forschungsdaten des Objektes abgerufen werden bei   jkraft@nettmail.de

 

Lichtbild 1

Nur die  konsequente Abgehung der ehemaligen Festungszone garantiert auch das Auffinden von Bauwerken, die in keiner Karte eingetragen sind. Hier der gedeckte Durchschlupf durch eine Weinbergstützmauer zur ehemaligen Hauptkampflinie

 

Grafik 2 Wolfgang

Bauarchäologische Bearbeitung einer feldmäßigen Pionierbox. Diese wurden vorsorglich an bestimmten Stellen errichtet zur Einlagerung von Sperr– und Sprengmitteln, die im Alarmfall schnell vor Ort verfügbar sein sollten, um wichtige  Infrastruktur wie Brücken oder Tunnel zu sperren oder zu zerstören.